justage

Livingloud

Tagebuch eines Audioten. Ähnlich verrückt oder einfach neugierig? Schön.

Zum Nachlesen:

Zur Sache, Schätzchen

Keine Lust auf langes Gesabbel? Direkt zum Wesentlichen gehts hier:

Und sonst so?

Immer noch nicht genug? Na von mir aus...

Tonabnehmerjustage

...wir wolln ja nicht die Platten kaputtmachen.

Im Gegensatz zu CD-Spielern gibts Plug & Play bei den altmodischen LP-Laufwerken nicht. Der mechanische Abtastvorgang ist nunmal mit -sagen wir mal: Eigenheiten- behaftet, die immerhin die Möglichkeit einer absolut unerfreulichen Wiedergabequalität einräumen. Das ist ja grad das Schöne daran. Mit ein wenig (relativ) Mühe kann man nämlich Ergebnisse erzielen, die CD-Hörer in ungläubiges Kinnladenrunterfallenlassen versetzen. Ausserdem macht das Hobby ja viel mehr Spass wenn sich die Benutzung nicht nur auf Anschalten der Mehrfachsteckdose und die Play-Taste auf der Fernbedienung beschränkt. Wenn also die Platte verzerrt, auf einer Seite lauter ist als auf der Anderen, zu höhenlastig klingt,...: durchlesen, nachmachen, fertig.

LP-Grundlagen

Schallplatten kommen aus einer Zeit in der Hifi nach DIN Qualitätskriterien vorgab über die heute jedes zweite Küchenradio lacht. Die Aufzeichnungsverfahren und auch die Klangästhetik waren völlig anders als heute. Die Anforderungen, die seinerzeit an Musikwiedergabe gestellt wurden, konnten trotz all den Nachteilen der LP erfüllt werden, weil einerseits die Aufnahmequalität nicht besser war und auch andererseits die Abspielmöglichkeiten der consumer nicht ausreichten um das Medium voll auszuschöpfen. Grundsätzlich sind LPs im Bassbereich fast immer mono um Platz auf der LP zu sparen, die obere Grenzfrequenz geht theoretisch im Gegensatz zur CD bis "unendlich", in der Praxis aber nur bis ca.18kHz auf der Aussrenrille und knapp 10kHz in der Innenrille. Meistens wurde selbst das lange nicht ausgenutzt, weil das Aufnahmeequipment das gar nicht aufzeichnen konnte oder die Schneidemaschine im Presswerk not amused war wenn sie bis 20kHz schneiden musste. Der Idealzustand: die Abtastnadel steht senkrecht zur Plattenrille. Bei Tonarmen mit Drehpunktlagerung (also alle an denen nicht "Tangentialarm" steht) findet das bei guter Einstellung immer noch nur an 2 Punkten auf der Platte statt.

Aufstellung

Ganz wichtig ist zuerst die Wasserwaage. Wenn der Dreher nicht genau im Wassser steht kann man sich das Einstellen gleich sparen. Wenn man nicht weiss was "im Wasser stehen " bedeutet kann man es auch lassen (platsch), dann isser nämlich kaputt. Es sei denn man hat vielleicht nen alten Fatbob, der ist so hoch dass man Glück haben könnte....lassen wir das. Am Wichtigsten ist natürlich, dass der Teller in der Waage ist, auch der Arm sollte aber nicht quer in der Basis klemmen, damit man später noch das Antiskating sinnvoll messen kann.

Los gehts:

Einstellung Quick & Dirty

Die Standard-Anleitung für den Standardanwender, der mit einem Standardplattenspieler und Standardzeitaufwand ein Standardsystem einbauen möchte. Plattenspieler- Justage Standard

Einstellung Hardcore

Für den fortgeschrittenen Bastler mit gut gefülltem Werkzeugkoffer. Hier gehts darum, viel Zeit mit Zehntel-Millimetern zu verbringen, um Alles aus dem neuen Tonabnehmer rauszuholen. Plattenpieler- Justage für Extremisten