Lithophon

Livingloud

Tagebuch eines Audioten. Ähnlich verrückt oder einfach neugierig? Schön.

Zum Nachlesen:

Zur Sache, Schätzchen

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Und sonst so?

Immer noch nicht genug? Na von mir aus...

Die Familie Lithophon

Aus dem ars! Magazin 3.06

Kennen Sie Pixi-Bücher? Diese winzigen, kleinen Bilderbücher für Kinder mit den süssen und immer gut endenden Geschichten wie der "kleinen Lokomotive" oder "Fröhlich, warum und furchtlos"? Es gibt kein Lautsprecher-Pixibuch. Sehr verwerflich, wie ich finde, ich werde deshalb mal beim Verlag anfragen. Und wenn es doch eins gäbe oder geben wird, wird es ganz sicher "die Familie Lithophon" heissen. Das passt. Vater, Mutter, Kind und Großtante. Und ein paar entferntere Verwandte. Grande Cabaret, Cabaret, My way und Miracle..

Die Tür geht auf und ich frage mich, was der Blödsinn wieder soll. Nur gucken wie ein Fisch und nix sagen. Dass die Mundbewegungen keine Tierimitation sondern ein Mitteilungsversuch sein sollen, begreife ich erst einen kleinen Moment zu spät und hechte todesmutig zum Lautstärkeregler. Uff. Das gibt Mecker.... Wie laut ich wirklich gehört habe war mir noch nie so wenig aufgefallen. Völlig mühelos schiebt Frl. Cabaret die Grosse unglaubliche Pegel in den Hörraum und bleibt dabei charmant und präzise. Das Hochtonbändchen (sowas sollte man viel öfter verbauen, jawoll!) hat einen großen Anteil an dem wunderschön aufgelösten, räumlichen Klang und zickt nicht - das gefällt. Und wenn doch alle Lautsprecher Anschlussterminals hätten, mit denen man Diebstahlsicherungsketten ebenso gut festklemmen könnte wie jedes erdenkliche Lautsprecherkabel... Der 3Wegerich macht Spaß, Keine Rumpelkiste, die auf Effekte gezüchtet ist, sondern ein wirklich gut klingender High-Ender, der bei entsprechenden Aufnahmen eben auch richtig zur Sache geht - aber auch in flüsterleisen Pegeln so gut funktioniert wie ich es sonst nur von wenigen 2Wege-Monitoren kenne. Wunderschöne und ehrliche Räumlichkeit, seidige Stimmen, knackig-schwarzer Bass - soviel Lautsprecher habe ich zu dem Preis vorher noch nie gesehen und so wenig Lautsprecher selten vorher gehört, denn die Grande Dame verschwindet bei geschlossenen Augen einfach aus dem Hörraum und übrig bleibt nur Musik... eine Liveband, ein Kirchenchor, Johnny Cash auf dem Sofa gegenüber.

Die anderen Familienmitglieder? Die Cabaret begeistert im kleineren Gehäuse und mit Hochtonkalotte alle, dies nicht ganz so böse brauchen, weniger Platz haben und die Differenz vom Preis gern für einen Kurzurlaub ausgeben. Und dann gibt's da noch die Kleine, die "my way", die sehr charismatisch klarmacht dass die Kleinsten auch ganz schön laut sein können - und dabei auch noch richtig gut klingen. Und ich meine damit nicht "für die Grösse und den Preis", sondern richtig gut. Und die Miracle... die ganz Grosse ...die hat mehr verdient als einen Nebensatz, und das folgt in einer der nächsten Ausgaben, versprochen. Keine Zeit mehr, muss Musik hören...